Physiotherapie


Physiotherapie ist die Behandlung gestörter Körperfunktionen mittels natürlicher Therapieformen.

M. Hohmann (2017)

Der Physiotherapeut nutzt seine Hände und die natürlichen Anpassungsmechanismen des Körpers, um gestörte körperliche Funktionen beim Tier zu behandeln oder gar zu beheben und weitere Störungen zu vermeiden.

Die Hauptaufgabe stellt dabei die Bewegungstherapie dar.

Hier kann zwischen der passiven und der aktiven Bewegungstherapie unterschieden werden.
Von passiver Bewegung spricht man, wenn der Therapeut die Bewegungen steuert und führt.
Hierzu können beispielsweise Massagen und PROM (Passive Range of Motion) – Übungen gezählt werden.
Wenn der Patient die Bewegungen selbständig ausführen kann und darf, dann spricht man von einer aktiven Bewegung. Hierzu zählen beispielsweise propriozeptive Übungen mit Hilfe von sog. “Bones”, Trampolin, usw. (zur Tiefensensibilität und Eigenwahrnehmung des Körpers), isometrische Übungen wie Gewichtsverlagerungen usw. (zum Erhalt und / oder Aufbau der Muskeln) und gezielte Bewegungsübungen wie Cavaletti-Training, Slalom, usw. (für die Muskelkraft, Mobilität, Ausdauer, etc.)

Eine weitere Aufgabe stellt die physikalische Therapie dar.

Der Begriff der physikalischen Therapie beschreibt die Behandlung mit physikalischen Mitteln.

M. Hohmann (2017)

Der Therapeut nutzt physikalische Mittel wie Wärme- und Kälte (Thermotherapie), Wasser (Hydrotherapie), Strom (Elektrotherapie), Schall- und Ultraschall bei den Behandlungen.

Das Zusammenspiel dieser drei Komponenten aus “Hände des Therapeuten”, physikalische Therapie und Bewegungstraining machen mit einem entsprechend individuell ausgearbeiteten Behandlungsplan eine gute Physiotherapie aus.

Die Physiotherapie wird eingesetzt:

  • zur Schmerzlinderung
  • zur Verbesserung der Beweglichkeit (Gelenke, Sehnen, Bänder und Muskeln)
  • zum Muskelaufbau und Verbesserung der Muskelfunktion
  • vor oder nach der OP, um die Heilung / Heilungszeit zu optimieren
  • zur Wiederherstellung der physiologischen Abläufe
  • um einen entsprechenden Erkrankungsstatus zu halten und einer Verschlechterung vorzubeugen
  • zur Vorbeugung altersbedingter Verschleißerscheinungen
  • zur Verbesserung der Koordination und Kondition